Überprüfung von Heizkesseln

Unabhängig davon, welche Art von Heizsystem in einem Gebäude verbaut ist, schreiben die gesetzlichen Regularien hierzulande eine regelmäßige Überprüfung des Heiz- respektive Brennwertkessels vor. Dies geschieht natürlich aus gutem Grund, denn Feuerstätten jeglicher Art, sorgen, trotz effizienter Feuerungstechnik, für die Emission von Schadstoffen und bergen darüber hinaus auch sicherheitstechnische Risiken, die mit Hilfe regelmäßiger Kontrollen minimiert werden sollen.

Muss jeder Heizkessel überprüft werden?

ÜberprüfungIm Zuge der EU-weiten Harmonisierung hat sich bezüglich der Überprüfung von Heizungsanlagen in den vergangenen Jahren einiges getan, das Haus- und Wohnungseigentümer in jedem Fall berücksichtigen sollten. In diesem Zusammenhang hat der Gesetzgeber dem technologischen Fortschritt im Rahmen der jüngsten Gesetzesanpassungen Rechnung getragen und die Kontrollzyklen angepasst. Grundsätzlich bleibt es jedoch dabei, dass jeder Heizkessel, unabhängig von seiner Bauart, in bestimmten Abständen, einer sachkundigen Überprüfung und Wartung durch den Schornsteinfeger, gemäß der Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), unterzogen werden muss. Hinsichtlich der verpflichtenden Überprüfungszyklen macht der Gesetzgeber aber sehr wohl Unterschiede, im Bezug auf den verwendeten Brennstoff, die Betriebsweise, die Brennwertnutzung sowie auf das konkrete Alter der Feuerstätte. Bei der Festlegung der Messintervalle spielt es also durchaus eine Rolle, ob das Abgassystem mit Unter- oder Überdruck arbeitet oder ob es sich um einen modernen Brennwertkessel handelt.

Welche Überprüfungsintervalle müssen eingehalten werden?

Besitzer von energieeffizienten Brennwertanlagen sind bezüglich der Messzyklen im Vorteil. Der weit überwiegende Teil der Feuerstätten wird gemäß KÜO nur noch alle zwei bis drei Jahre durch den Schornsteinfeger überprüft, was im Umkehrschluss bares Geld spart. Da die Regularien der zur Anwendung kommenden Prüfpflichten und Messzyklen aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften von Heizsystemen mitunter aber stark voneinander abweichen, sind die jeweils spezifischen Überprüfungs- und Messfristen der Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), sowie der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, zur Verordnung über kleine und mittlere  Feuerungsanlagen (1. BImSchV) zu entnehmen. Abseits der regelmäßigen Überprüfung gilt für Eigentümer zudem die Pflicht, sanierte oder neu installierte Feuerstätten vor der Inbetriebnahme durch den Schornsteinfeger abnehmen zu lassen.

Gesetzliche Pflichten sind keine Schikane

Die von Seiten des Gesetzgeber verpflichtende, regelmäßige Überprüfung von Heizkessel, ist jedoch keine Schikane, sondern dient neben dem Umweltschutz und der Sicherheit der Bewohner nicht zuletzt auch dem eigenen Geldbeutel, da verdreckte Heizsysteme zunehmend ineffizient arbeiten und der Vorteil moderner Brennwerttechnik verloren geht. Unter dem Strich ist es also die Pflicht jedes Eigentümers, dem Schornsteinfeger Zugang zur entsprechenden Feuerstätte zu ermöglichen, damit dieser die notwendigen Arbeiten vornehmen kann. Die individuellen Überwachungs- und Wartungsintervalle, an die sich der Hausbesitzer zu halten hat, sind durch den Feuerstättenbescheid geregelt, der entsprechend nach jeder Feuerstättenbeschau durch den Schornsteinfeger ausgestellt wird.