Stromverbrauch

StromverbrauchBrennwertkessel besitzen aufgrund ihrer Funktionsweise, welche den Energiegehalt aus Rohstoffen möglichst intensiv abschöpft, eine tendenziell eher höhere Energieeffizienz. Die anfallenden Kosten zum Betrieb des Brennwertgerätes können sich aber erheblich unterscheiden. Entscheidende Faktoren für den Stromverbrauch sind unter anderem die Marke, die Generation des Gerätes und mit welchen Rohstoffen es betrieben wird. Ein vorheriger Vergleich lohnt sich, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie schnell sich die Anschaffung rentieren wird.

Stromverbrauch von verschiedenen Brennwertkesseln

Um einen zuverlässigen Vergleich zwischen den Geräten durchführen zu können, müssen Sie sich erst einmal über den IST-Zustand informieren, also wie viel Strom Ihr aktuelles Gerät verbraucht. Selbst bei den Brennwertkesseln kann sich der Verbrauch erheblich unterscheiden. So galten vor allem in den Anfangszeiten, der sogenannten ersten Generation, Brennwertkessel als echte Stromfresser. Mittlerweile haben Hersteller diesem Vorurteil aber entgegen gesteuert. Moderne Geräte lassen sich sehr sparsam betreiben und sind folglich keinesfalls mehr Stromfresser.

Deutlich wird das beim Vergleich zwischen einem herkömmlichen Standard-Kessel mit Gas und einem Gas-Brennwert-Kessel aus einer aktuellen Generation. Der klassische Kessel verbraucht ungefähr 128 kWh/m²  im Jahr, wenn eine Fläche von 125 m² beheizt wird. Ein moderner Brennwert-Kessel, richtig verbaut und von einer etablierten Marke, schlägt lediglich mit rund 101 kWh/m² zu Buche – eine merkliche Ersparnis, die jährlich einen dreistelligen Betrag ausmachen und den Stromverbrauch erheblich reduzieren kann. Werden die Gas-Kessel zusätzlich mit einer Anbindung an Solarthermie ausgestattet, wie das heutzutage vor allem bei sehr umweltbewussten Lösungen der Fall ist, kann dieser Wert sogar auf rund 89 kWh/m² reduziert werden.

Auch die Stiftung Warentest hat in ihren aktuellen Studien eine Verbesserung der Energieeffizienz festgestellt. Getestete, am Markt gängige Modelle, arbeiten im aktiven Brennerbetrieb mit rund 50 bis 100 Watt, während im Standby-Mous lediglich rund vier bis zehn Watt verbraucht werden. Der Stromverbrauch hat sich gegenüber der ersten Generation also merklich reduziert, was vor allem an den verbesserten Pumpen und Gebläsen liegt, welche von den Herstellern kontinuierlich erweitert und aufgerüstet werden. Wird am Kessel ein zusätzlicher Mischer benötigt, aufgrund der hydraulischen Verhältnisse, kann dieser den Stromverbrauch leicht anheben. Derartige Umstände sollten vor dem Einbau mit dem Fachmann abgesprochen werden.

Unterschiede zwischen den Herstellern und Modellen

Im Bereich der Brennwertkessel macht die Technik einen erheblichen Unterschied. Die oben angegeben Richtlinien hinsichtlich des Stromverbrauchs können stark schwanken, wobei sowohl der Hersteller und seine Technik eine entscheidende Rolle spielen als auch die Platzierung des Kessels und die Nutzungsgewohnheiten. Generell ist davon auszugehen, dass eine Stromaufnahme mit Pumpe mindestens um das Doppelte erhöht ist, als der Verbrauch ohne die Pumpe. Auch wie die Wärme zirkuliert und wie Heizkreise reguliert werden, nimmt auf den finalen Stromverbrauch Einfluss. Der Mehrverbrauch der Brennwerttechnik bezieht sich, aufgrund des Gebläses, maximal auf 0,5 kWh pro Heiztag.

Möchten Sie Ihre eigenen Heizanlagen modernisieren oder austauschen lassen, sollten Sie sich beim Fachmann genau über die verfügbaren Kessel informieren. Exakte Angaben zu dem Stromverbrauch finden Sie üblicherweise in den technischen Prospekten, welche Sie beim Fachmann einfordern können oder bei Interesse unverbindlich erhalten. Anhand der technischen Angaben und des Ratschlags des Fachmanns können Sie dann eine kosteneffiziente Entscheidung treffen.