Heizkosten reduzieren

Tipps, um die Heizkosten bei einem Heizkessel zu reduzierenAufgrund des starken Temperaturgefälles im Herbst und vor allem im Winter, lässt es sich in Deutschland kaum vermeiden möglichst häufig und kontinuierlich zu heizen. Die Ausnahme bilden bestenfalls die rar gesäten Passivhäuser, alle anderen sollten sich um ihren Heizkessel, das Heizverhalten und die laufenden Kosten Gedanken machen. Die folgenden 8 Tipps reduzieren nachweislich die laufenden Kosten und lassen sich oftmals schon ganz einfach umsetzen.

1. Heizkessel müssen überprüft und gewartet werden

Ebenso wie andere Maschinen, unterliegen Heizkessel einem natürlichen Verschleiß. Dieser lässt sich schlicht nicht verhindern, wenn mit hohen Temperaturen und einzelnen Bauteilen gearbeitet wird. Deshalb sollten Sie einen Wartungsplan führen oder diesen gemeinsam mit dem Fachmann Ihres Vertrauens erstellen lassen. Steht eine Wartung an, erkennt der Fachmann, wo im Heizkessel etwaige Schwachstellen existieren und kann diese frühzeitig beheben, bevor dadurch weitere Kosten verursacht oder die realen Leistungen noch weiter reduziert werden.

2. Heizkörper und Heizkessel müssen ineinander arbeiten

Probleme wirken sich in einem Wechselspiel auf das jeweils andere Gerät aus. Daher ist es unabdingbar, dass die Heizkörper genauso gewartet werden, wie das bei einem Heizkessel der Fall ist. Vor allem eine Entlüftung ist vor einer neuen Heizperiode unabdingbar und kann eigenständig durch Abdrehen des Ventils ausgeführt werden. Wurden die Heizkörper entlüftet, kann die eingespeiste Wärmeenergie fortan wieder viel effektiver genutzt werden.

3. Modernisierungen können die laufenden Heizkosten erheblich reduzieren

Der Gesetzgeber gibt bereits Richtlinien vor, wann alte Geräte nicht mehr tragbar sind und modernisiert gehören. Auch aus Ihrem eigenen Interesse heraus kann sich eine Modernisierung lohnen und Sie sparen mitunter zwischen 25 und 60 Prozent Ihrer laufenden Heizkosten. Informieren Sie sich daher, ob der Heizkessel noch zeitgemäß ist, wie viel eine Modernisierung kosten würde und wie schnell sich diese amortisiert hätte.

4. Finden Sie die optimale Heiztemperatur

Die beheizte Temperatur ist selbstredend eine maßgebliche Variable bei den Heizkosten. Im Wohnzimmer sollte sich diese zwischen 21 und 23 Grad Celsius bewegen, im Schlafzimmer zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Mehr zu heizen wäre Verschwendung und würde im Winter eher für (unnötiges) karibisches Flair sorgen. Weniger zu heizen reduziert den Wohnkomfort und erhöht die Chance für Schimmelbildung, wenn sich Feuchtigkeit an kalten Wänden niederschlägt.

5. Heizen Sie lieber konstant als sporadisch

Noch immer hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass man die Heizung nur dann anmacht, wenn es eben kalt ist – und sie danach wieder abstellt. Das ist aber falsch. Es ist viel effektiver (und komfortabler), wenn die Heizung kontinuierlich heizt. Das kostet im Gegenzug nicht mehr, denn so wird das Auskühlen von Wänden, Decke, Boden und Möbelstücken verhindert. All diese speichern eigentlich Wärme und reduzieren so den Bedarf. Zudem ist es einfach angenehmer mit einer konstanten als einer stark schwankenden Temperatur zu leben.

6. Unabhängig vom Heizkessel: Lüften nicht vergessen

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit als kalte Luft speichern. Dennoch ist auch diese Luft irgendwann übersättigt, dann wird es Zeit die Fenster zu öffnen und zu lüften. Idealerweise sorgen Sie für einen Durchzug und öffnen gegenüberliegende Fenster für etwa 5 bis 15 Minuten, je nach Außentemperatur. Während dieser Zeit sollten alle Heizkörper abgestellt und danach wieder aufgedreht werden, damit sich diese durch das Lüften nicht unnötig “überheizen”.

7. Heizkessel benötigen ausreichend Platz: Heizkörper ebenso!

Denken Sie bei der Planung schon daran, wie Sie den Heizkessel im Keller integrieren oder in einer Mietwohnung die Möbel stellen. Heizkörper sollten nicht durch Möbel zugestellt werden, da sich die Wärme sonst nicht im Raum ausbreitet und sie stattdessen am vorgestellten Möbelstück abprallt. Das kann langfristig zu einer reduzierten Effizienz und somit zu höheren Heizkosten bei gleichem Heizverhalten führen.

8. Modernisieren Sie mitunter auch Türen und Fenster

Ein Heizkessel allein kann noch so effizient arbeiten, wenn die beheizte Wärme durch undichte Fenster und Türen wieder wegzieht und durch kalte Luft ersetzt wird, steigen die Kosten dennoch weiter an. Überlegen Sie sich bei einer anstehenden Modernisierung daher, ob Sie den Heizkessel direkt zusammen mit Fenstern und Türen ersetzen.