Einbau

Das Umweltbundesamt attestiert den Heizkesseln in deutschen Haushalten ein Durchschnittsalter von 24 Jahren. Doch bereits bei Heizkesseln mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren empfiehlt Stiftung Warentest den Einbau eines neuen Brennwertkessels. Fördermittel für den Einbau von Brennwertheizkesseln können als Anreiz dienen, den notwendigen Schritt beherzt anzugehen. Die wahren Anreize liegen allerdings bei den reduzierten Betriebskosten und Schadstoffwerten eines modernen Brennwertkessels. Dieser Beitrag gibt Antworten auf die Frage: Wie baue ich einen Brennwertkessel ein?

Das Projekt “Brennwertheizkessel” und seine Facetten

Als Grundlage für die Bemessung der Heizkessel-Leistung dient die Berechnung des Wärmebedarfs des Gebäudes. Mit diesem vorbereitenden Arbeitsschritt wird sichergestellt, dass die neue Heizanlage nicht überdimensioniert ist. So können sich die wirtschaftlichen Vorteile der modernisierten Heizanlage voll entfalten. Oft ist der Standort für die Installation durch räumliche und funktionale Gegebenheiten vorbestimmt. Grundsätzlich kann ein Heizkessel an vielen, beliebigen Stellen des Hauses  installiert werden. Ein besonderes Augenmerk bei der Modernisierung gilt dem peripheren Umfeld.
Der Schornstein muss so beschaffen sein, dass die mit hohen Kondenswasser-Anteilen vermischten Abgase das Kamin-System nicht schädigen. Da moderne Brennwertkessel die Kondensations-Wärme der Abgase nutzen, reduziert sich deren Temperatur drastisch. Dies führt zur Bildung von Kondenswasser. Mit dem Einbau eines speziellen Kunststoff- oder Edelstahl-Rohrs im Schornstein lassen sich Schädigungen durch Kondenswasser ausschließen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Abgase im Zuge der Brenner-Modernisierung über ein spezielles Abgasrohr abzuführen.
Eine weitere Maßnahme im Zusammenhang mit der Abführung  des entstehenden Kondenswassers ist der Einbau eines Abwasser-Anschlusses. Der vom Brennwertkessel abgezweigte Ablaufschlauch wird mit dem vorhandenen Abwasser-System des Gebäudes verbunden. So lassen sich täglich mehrere Liter des beim Heizungsbetrieb anfallenden Kondensats abgeführen.

Wie baue ich einen Brennwertkessel ein?

EinbauFür viele Hausbesitzer bewegt sich der Entschluss zum Einbau eines neuen Brennwertkessels neben Aspekten der Wirtschaftlichkeit auch auf der ideellen Schiene. Unabhängig von der Entscheidung “Öl oder Gas” soll der Kesseltausch auch einen Umweltschutz-Beitrag repräsentieren. Energieberater und beauftragter Heizungsbauer helfen bei Erarbeitung und Umsetzung der Modernisierungslösung. Im Falle einer Umstellung von Öl auf Gas entfallen die für die Öl-Bevorratung genutzten Heizöltanks. Sie werden abgebaut und entsorgt. Die künftige Energieversorgung geschieht in diesem Falle über einen zu verlegenden Erdgasanschluss mit dem vom Gasversorger zu installierenden Gaszähler.

Worauf ist besonders zu achten?

Sind diese Vorarbeiten geleistet, so kann der Heizungsbauer mit der eigentlichen Installation beginnen. Die ersten Schritte beim Einbau eines neuen Brennwertkessels  lassen sich in folgenden Stufen beschreiben:
– Heizwasser aus dem bestehenden System ablassen.
– Rohrleitung zwischen altem Brennwertkessel und Gebäude kappen.
– Den alten Heizkessel demontieren und entfernen.
– Der neue Brennwertkessel wird in Position gebracht und gemeinsam mit Warmwasserspeicher und Wärmemengenzähler installiert.
– Im  Schornstein wird das Kondensations-Schutzrohr eingezogen. Alternative Möglichkeit: Ein neues Abgasrohr wird angelegt und mit dem Heizungssystem verbunden. Zum perfekten Timing gehört die Anwesenheit des Kaminkehrer-Meisters, der den modifizierten Schornstein abnimmt.
– Sobald der Brennwertkessel mit Energiezuführung,  Wasserzuführung, Abwasserleitung und Kamin verbunden ist,  kann die Stromversorgung für den neuen Brennwertkessel eingeschaltet werden. Der neu eingebaute Brennkessel kann seinen energiesparenden und umweltschonenden Betrieb aufnehmen.

Fazit: Die hier vorgestellte strukturierte Vor- und Ablaufplanung macht den Einbau eines neuen Brennwertkessels ohne größere Ausfallzeiten im Heizungsbetrieb möglich.