Arten der Brennwerttechnik

BrennwerttechnikBei dem Umstieg auf Brennwerttechnik und die entsprechenden Geräte haben Anwender auch die Entscheidung zu treffen, mit welchen Rohstoffen der Kessel beziehungsweise die Therme betrieben wird. Mittlerweile bieten führende Hersteller Brennwerttechnik in verschiedener Art an, darunter in Form von Pelletkesseln, aber auch mit Öl und Gas. Die Verteilung ist jedoch gleich geblieben, weshalb die Gasbrennwertkessel noch immer mit Abstand am häufigsten vertreten sind.

Arten der Brennwerttechnik in Bezug auf angewandte Geräte

Wird zwischen den Arten der Brennwerttechnik unterschieden, führt der Weg zwangsweise auch zur Art des Kessels, welcher vor Ort eingesetzt wird. Dabei kann es sich um einen am Boden stehenden Kessel mit hohem Wassergehalt oder frei hängende Thermen handeln, welche im Gegenzug nur über einen geringen Wasserinhalt verfügen. Welche Art des Kessels gewählt wird, hängt einerseits von den eigenen Ansprüchen ab, zugleich aber auch vom geplanten Einsatzort und dem verfügbaren Platz. Da Thermen normalerweise etwas teurer sind, unabhängig davon, mit welchem Rohstoff sie betrieben werden, fällt die Entscheidung zumeist auf den klassischen Kessel. Besonders Hausbesitzer haben im Keller normalerweise auch genügend Platz dafür, Mieter in Wohnungen hingegen sind aus Platzmangel nicht selten auf eine Therme angewiesen, was bei der Wahl der Brennwerttechnik einschränkend wirken kann. Thermen haben in der Praxis außerdem den Nachteil, dass sie aufgrund einer höheren Rücklauftemperatur einen geringeren Brennwerteffekt erzielen. Anwender erhalten damit eine geringere Effizienz. Entsprechendes Feintuning durch den Fachmann kann dem zumindest entgegenwirken.

Vergleich von Brennwerttechnik und ihrer Effizienz

Werden die Arten der Brennwerttechnik verglichen, werden einige fundamentale Faktoren für den Vergleich zu Rate gezogen. Das sind einerseits die Anschaffungskosten, die freigesetzte Energie, die geplante Amortisation und zu erwartende Energiekosten, welche durch das Gerät verursacht werden. Die Brennwertkessel haben immer, unabhängig vom eingesetzten Rohstoff, Vorzüge gegenüber klassischen Kesseln. Beim Direktvergleich zwischen einem Standard-Kessel mit Gas und einem Gas-Brennwertkessel wird das bereits deutlich. Der Verbrauch des Gerätes mindert sich um rund 15 bis 20 Prozent, je nach Effizienz des Kessels. Auf das Jahr bezogen, kann das zu dreistelligen Einsparungen führen, was wiederum in einer Amortisation von mehreren Jahren resultiert. Die Kosten zur Anschaffung spielen eine weitere Rolle. Bei einem Gas-Brennwertkessel muss mit rund 7.000 bis 10.000 Euro in der Anschaffung kalkuliert werden. Eine moderne Öl-Brennwerttechnik hingegen schlägt mit rund 9.000 bis 11.000 Euro zu Buche. Wer den Brennwert-Kessel mit Solarthermie unterstützen möchte, muss sogar mit knapp 20.000 Euro in der Anschaffung rechnen. Tendenziell gilt hierbei immer die Faustregel: je höher die Anschaffungskosten, desto geringer die anfallenden Energiekosten und desto höher die Energieeffizienz.

Zeitgleich lässt der Energieverbrauch auch Rückschlüsse auf die Umweltfreundlichkeit zu. Ein Kessel mit Anbindung an Solarthermie ist besonders umweltfreundlich, da ein Teil der benötigten Energie direkt in Eigenproduktion gewonnen wird. Aber auch Öl-Heizungen gelten als umweltfreundlicher als altmodische Gas-Alternativen, da sie eine höhere Effizienz haben. Ölheizungen minimieren zugleich, dank des zurücklaufendem Wassers, ihre Wärmeverluste, was sich erneut positiv auf den Geldbeutel und die Umwelt auswirkt. Gas ist in Brennwerttechnik aber keinesfalls ein Tabu – hier entscheidet die Qualität des Gerätes. Moderne Geräte sind durchaus umweltfreundlich, da Gas selber immer noch den geringsten CO2-Ausstoß der genannten Energieträger verursacht.